Reihe "Lebendiges Erbe"

Mexiko- Totenfest mit
Pappmaché und Zuckerguss

Ein Film von J. Michna / T. Wartmann
Vertrieb /Kontakt

Filmquadrat.dok GmbH
Buch und Regie
Joanna Michna
Thomas Wartmann

Kamera
Dieter Stürmer

Schnitt
Manuela Kempf

Ton
Roland Winkler

Tonmischung
Hans R. Weiss

Musik
Ludwig Eckmann
Winfried Zrenner

Produktionsleitung
Markus Breimaier

Redaktionelle Mitarbeit
Anna Brass

Redaktion
Ulrike Becker, SWR

Koproduktion
SWR, ARTE

mit Unterstützung des
FilmFernsehFonds
Bayern

Vielen Dank der
UNESCO

© 2006 / 43 und 52 min / 16:9 / stereo

Die Dokumentarfilmreihe LEBENDIGES ERBE - entstanden in Zusammenarbeit mit der Redaktion "Länder-Menschen-Abenteuer" des SWR - stellt Menschen in den Mittelpunkt, deren Kultur bedroht ist. Nicht nur außergewöhnliche Bauwerke wie Pyramiden und Kathedralen müssen für unsere Nachkommen bewahrt werden. Auch kulturelle Räume und deren - sehr unterschiedliche - Ausdrucksformen gehören zu den Reichtümern, die erhalten bleiben sollen. Die Protagonisten der Reihe gehören zu den letzten Bewahrern mündlicher Überlieferung und Tradition ihres Kulturkreises. Noch gibt es alte Menschen, die das Wissen und die Fähigkeiten ihrer Kultur kennen und an die Jungen weitergeben wollen. Aus dem Gegensatz zwischen Jung und Alt ergibt sich eine zwangsläufige Dramaturgie für die Reihe. Der rote Faden jedes Filmes wird daher die Vermittlung von traditionellem Wissen sein. Die Geschichten, die wir erzählen, sind die von Meistern und Schülern.

Mexiko – Totenfest mit Pappmaché und Zuckerguss

Der Tod bedeutet in Mexiko keinen Abschied für immer. Einmal im Jahr verwandelt sich das Land in ein Meer aus gelb-orangen Cempasúchil-Blüten, der Blume der Toten. An den ersten beiden Tagen im November kehren die Verstorbenen auf dem Pfad, den ihnen die Blüten weisen, zu ihren Familien zurück. Die Tage der Toten sind ein Fest der Freude nach alten Traditionen, ein Familientreffen der besonderen Art.

Das bedeutet nicht, dass der Tod nicht auch eine schmerzliche Erfahrung ist: Beatríz Huacuz ist eine junge Frau aus dem Volk der Purépecha. Die Familie von Beatríz lebt in einem Dorf an den Ufern des Pátzcuaro-Sees. Ihr Großvater Agostin war der wichtigste Mensch in ihrem 24-jährigen Leben. Er starb nur wenige Wochen vor den Tagen der Toten und wird in diesem Jahr zum ersten Mal zurückerwartet. Nun gilt es dem Großvater einen bunt geschmückten Altar zu errichten. Beatríz möchte ihren Großvater beim ersten Besuch in der Welt der Lebenden mit etwas ganz Besonderem empfangen: Agostin träumte ein Leben lang davon zu lernen, wie die berühmten mexikanischen Skelette aus Pappmaché hergestellt werden. Um ihrem Großvater seinen größten Wunsch post mortem zu erfüllen, macht sich Beatríz auf den Weg nach Mexiko Stadt, denn dort finden sich die wahren Künstler der Pappmaché-Skelette...