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Projekte

Städte am Meer - Staffel II

Städte am Meer
Dokumentarfilmreihe in Koproduktion mit ARTE und SWR

5 x 44 min dt. | 5 x 44 min eng.| HD, Stereo

Meeresstädte sind Tore zur Welt. Ob Tel Aviv, Vancouver, Kopenhagen, Dakar oder Barcelona – sie alle sind zutiefst geprägt von ihrer Lage am Meer und seit jeher eng verbunden mit Entdeckergeist und Abenteuerlust. 

Ihre geostrategische Lage machte Meeresstädte zu Spielbällen wechselnder politischer Mächte und Systeme, zu Orten des Transits für Träumer und Migranten, zu Schmelztiegeln von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur. Und die Unendlichkeit ihrer vorgelagerten Meere wurde zur Projektionsfläche für Sehnsüchte, Träume und Visionen.

Die Mentalität ihrer Bewohner spiegelt sich in ihrem ganz eigenen gesellschaftlichem Leben, die Seele dieser Städte findet ihren Ausdruck in der Politik, aber auch in Malerei, Musik, Literatur und Architektur. Bis heute sind sie geprägt vom Pioniergeist ihrer Gründungsväter.

Die 5teilige Reihe porträtiert Städte an den Ozeanen und Meeren dieser Welt und macht sich auf die Suche nach dem, was sie als Meeresstädte ausmacht. Sie durchstreift die Gegenwart, die sich immer nur mit ihrer wechselvollen Geschichte verstehen lässt, und trifft Menschen, die nicht nur in ihr leben, sondern sich auf außergewöhnliche Weise mit ihr auseinandersetzen: Architekten, Literaten, Musiker, Politiker, Historiker und Lebenskünstler. Mit ihnen taucht der Film ein in die unterschiedlichen Facetten der jeweiligen Städte und wagt einen Blick, der über die üblichen touristischen Bilder hinausgeht. Und vor allem sollen die einzelnen Episoden der Serie zeigen, was alle Meeresstädte bis heute prägt: Pionier- und Entdeckergeist, Weltoffenheit und die Lust auf Visionen und Utopien.

Mit den neugierigen Augen des Fremden durchstreift die Serie Folge für Folge ausgewählte Meeresstädte dieser Welt und erkundet mit neuester Cineflex-Technik und eigener filmischer Sprache deren Wesen und Eigenheiten. So entstehen akustisch wie visuell stimmungsvolle Erzählungen, die über die Begegnung mit den hier lebenden Menschen hinausgehen und die Städte selbst zum wichtigsten Protagonisten machen.

Jede Folge wird Teil einer übergeordneten Kulturgeschichte der Städte am Meer. Denn allein durch ihre tiefe Beziehung zum Meer und die unendliche Weite ihrer Horizonte haben diese Städte mehr Gemeinsamkeiten als ihre Lage auf verschiedenen Kontinenten, die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe oder ihre Verankerung in miteinander konkurrierenden politischen Systeme es vermuten lassen.

Folgen:

Tel Aviv

Vancouver

Kopenhagen

Dakar

Barcelona

 

Whistleblowers - What would you risk for a clear conscience?

Directed by: Ian Hawkins
Produced by: Filmquadrat.dok GmbH

Year of Production: 2014
Length: 60 (52‘) mins

Our sense of right and wrong goes to the heart of what makes us human. It‘s an archetypal instinct that keeps society together and safe. Yet for whistleblowers, the same sense of right and wrong can lead to danger, fear and isolation.

Society has always needed people to take a personal risk to expose wrong doing. Whistleblowers are our early warning systems. They are our first sign of something wrong but there can be a high price for having a conscience.

What Edward Snowden and Chelsea Manning have leaked has had an enormous impact on the world at extreme personal cost. There is a public debate about whether they are heroes or traitors, but an understanding of whistleblowing – an extraordinary and deeply challenging psychological experience – is missing from this debate.

Whistleblowing is not just a Washington phenomenon. Anyone could face the whistleblower‘s dilemma of whether to speak out or stay quiet. There are thousands of whistleblowers all over the world. They are usually ordinary people whose courage never makes it into the
news, but their lives are changed forever because they exposed something they believed to be wrong.

whistleblowers shows what this experience is like – the courage, risk and psychological impact of speaking out. The film follows three whistleblowers into their inner experience of whistleblowing. Although their backgrounds and stories are very different, they all went through the whistleblower process – of witnessing the wrong-doing, deciding whether to act, blowing the whistle, facing the backlash and finally onto hindsight and reflection.

Using a distinct cinematic language, whistleblowers interweaves three transformational and personal stories to dive deep into the global phenomenon of whistleblowing. Each story is an emotional journey at a personal cost – but they also offer a glimpse into power and the ‚the system‘ that surrounds us all. We are all in it, we are all part of it.

Nobody likes to stand out from the crowd, so what would you risk for a clear conscience?

Samia - Ein Dokumentarfilm von Thomas Wartmann

Ein Film von Thomas Wartmann
Länge 90 min
In Koproduktion mit dem SWR, gefördert vom FFF Bayern
Entwickelt im Rahmen der Documentary Campus Masterschool 2013

Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 läuft Samia Yusuf Omar für Somalia. Im 200 Meter Lauf der Frauen kommt die 17jährige als allerletzte ins Ziel, aber die Welt jubelt ihr zu. Ein magischer Moment.

Zurück in Somalia bekommt Samia die Repressalien der islamistischen Machthaber zu spüren: In Peking war sie vor aller Welt ohne Kopftuch gelaufen! Sie wird eingeschüchtert und bekommt sogar Morddrohungen. Jungen wie Mädchen ist es jetzt verboten Sport zu treiben, Sportsendungen anzusehen, selbst Sportkleidung zu tragen. Anfänglich tritt Samia bei öffentlichen Anlässen noch in der Burka auf, später verleugnet sie sich, wenn sie auf Olympia angesprochen wird. Für viele Frauen in Somalia wird Samia zur mythischen Figur, die Al-Shabab Milizen hassen sie.
Trotz alledem hält Samia ungebrochen fest an ihrem nächsten Ziel: die Olympischen Spiele 2012 in London. Heimlich trainiert sie nachts.
Im Juli 2009 eskaliert der Bürgerkrieg in Somalia und mit ihm rückt Samia’s Traum von Olympia in weite Ferne.
Im Frühjahr 2010 entschließt sie sich zu fliehen und es beginnt eine 5000 Kilometer lange Flucht quer durch Afrika. Im Frühjahr 2012, kurz vor Beginn der olympischen Spiele, ergattert Samia einen Platz auf einem Flüchtlingsschiff Richtung Europa. Kurz vor dem europäischen Festland ertrinkt sie vor der Küste Lampedusas.
Der Film rekonstruiert ihre Geschichte.